Der Einwohnerrat hat im November 2025 mit den Stimmen der SP-Fraktion die Neualimentierung des Energiefonds mit 2,6 Millionen Franken für die Jahre 2026 bis 2035 beschlossen. Dagegen ergriff die SVP mit Unterstützung der FDP das Behördenreferendum, weshalb wir am 8. März darüber abstimmen.
Der Energiefonds unterstützt seit seiner Einführung 2014 die Nutzung von erneuerbaren Energien. Über 450 Haushalte haben seither Beiträge erhalten für Wärmepumpen, Solaranlagen und Gebäudesanierungen. Damit ist der Energiefonds eine wirksame klimapolitische Massnahme, die dazu beiträgt, dass weniger CO₂ ausgestossen wird.
Aus unserer Sicht ist es wichtig, diese Förderung beizubehalten. Denn das Netto-Null-Ziel bis 2045 erreichen wir nur mit Kontinuität, Planungssicherheit und verlässlichen Förderinstrumenten.
Eine Einstellung der Förderung käme zum falschen Zeitpunkt. Seit Anfang 2026 dürfen im Kanton keine neuen Öl- und Gasheizungen installiert werden. In Binningen heizen noch immer zwei Drittel der Liegenschaften mit fossilen Brennstoffen. Ohne Förderung hätten diese Haushalte keine finanzielle Unterstützung, wenn sie ihre alte Heizung ersetzen müssen.
Die SP setzt sich deshalb klar für ein Ja zur Neualimentierung des Energiefonds ein und für die Finanzierung durch die Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf des Kabelnetzes. So fliesst dieses Geld wieder zurück an die Einwohner:innen und auch das lokale Gewerbe profitiert von den Investitionen, die damit getätigt werden. Ein Ja zu der Vorlage ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und für eine nachhaltige Zukunft für Binningen.
Özlem Ipek-Avvisati, Einwohnerrätin