Eine deutliche Mehrheit des Binninger Einwohnerrates hat den Quartierplan Spiesshöfli genehmigt. Jetzt wird dagegen aus bürgerlichen Kreisen das Referendum ergriffen.
Bei der Volksabstimmung zur Birsigpark-Initiative hat sich die Bevölkerung mit einer Zweidrittelmehrheit gegen die Initiative und damit klar für das Überbauungsprojekt Spiesshöfli ausgesprochen.
Dieser deutliche Volkswille ist zu respektieren. Es wirkt befremdlich, wenn ausgerechnet jene Kreise, die sonst stets für sich beanspruchen, das Volk zu vertreten, diesen demokratischen Entscheid nicht akzeptieren wollen. Offenbar gilt die «vox populi» nur dann etwas, wenn sie der eigenen Meinung entspricht.
Doch nicht allein der klare Volksentscheid spricht für das Projekt Spiesshöfli, sondern auch dessen Qualität: Es entsteht dringend benötigter Wohnraum für den Mittelstand, der Birsig wird renaturiert, die Fusswege entlang des Flusses werden aufgewertet, Sitzgelegenheiten am Wasser laden zum Verweilen ein und ein öffentlicher Spielplatz wird geschaffen. All das kommt Binningen zugute.
Ein erneuter Urnengang, der durch das Referendum erreicht werden soll, wäre nichts anderes als unnötige Zwängerei.
Lewin Lempert, Einwohnerrat SP