Binningen im Jahre 2070

Von SP Binningen, 3. September 2020

Ich bitte Sie, ihre parteipolitische Gesinnung einen Moment zur Seite zu legen und mit mir in die Zukunft zu blicken: Vor 50 Jahren im 2020 haben die Binningerinnen und Binninger die Bodeninitiative abgelehnt.

In der Folge wurde von den nur 2% Land im Eigentum der Gemeinde alles verkauft, um grössere Investitionen – beispielsweise Schulneubauten – zu finanzieren. Nun im Jahr 2070 stehen wieder grosse Investitionsentscheide an. Die Bauten von damals, sind wieder erneuerungsbedürftig. Das Land, welches in der Vergangenheit verkauft wurde, ist jedoch bereits weg. Die Einnahmen aus Baurechtszinsen wurden über die Jahre immer kleiner, gleichzeitig sind die Mietausgaben für die Unterbringung der Verwaltung und öffentlicher Dienstleistungen stark gestiegen. Die Gemeinde Binningen hat nichts mehr, braucht aber weiterhin Platz und Einnahmen. Massive Steuererhöhungen, hohe Mieten und Abgaben für öffentliche Dienstleistungen sind das Resultat. Wenn wir im 2020 doch nur JA zur Bodeninitiativen gesagt hätten… Zurück zum September 2020: wollen wir die nächste Generation – unsere Kinder – also im Stich lassen? Sollen sie unsere Kurzsichtigkeit wirklich teuer bezahlen? Sollen Sie aus ihrem Heimatort weg ziehen, weil es zu teuer geworden ist? Um dies zu vermeiden, empfehle ich Ihnen von Herzen am 27. September abzustimmen und ein JA zur Initiative «Binninger Boden behalten» einzulegen.

Katerina Erceg, eig. dipl. Zahnärztin